Soziales Projekt „Wir starten gleich!“ kommt nach Berlin

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Ehrenamtliche verteilen Schulranzen an Kinder aus finanzschwachen Familien

Seit über sieben Jahren sorgt die Initiative „Wir starten gleich!“ für einen gleichberechtigten Start in den Schulalltag, indem Kindern aus finanzschwachen Familien ein Schultornister zur Verfügung gestellt wird. Das Projekt, das bundesweit bereits in einigen Städten erfolgreich umgesetzt wird, soll nun auch in Berlin seinen sozialen Zweck erfüllen. In wenigen Tagen fällt der Startschuss im stilwerk – unter prominenter Beteiligung.

Als Tatort Kommissar Max Ballauf, alias Klaus J. Behrendt, und der Unternehmer Reinhard Höfelmeyer im Februar 2011 im niedersächsischen Osnabrück den Verein „Wir starten gleich!“ gründeten, ahnten sie noch nicht, welche Tragweite ihr Projekt haben wird. Aufgrund des mit den Jahren gewachsenen, erhöhten Aufwands, wurde der Verein jüngst in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt. Denn, dank der Kooperation mit dem – von Behrendt, seinen Schauspieler-Kollegen Dietmar Bär, Joe Bausch sowie weiteren Mitstreitern – gegründeten Verein Tatort e.V., konnten in Köln, Wuppertal, Aachen, Bonn und weiteren Städten Satelliten von „Wir starten gleich!“ installiert werden. Insgesamt werden dort jährlich mehrere Tausend Schulranzen an Erstklässler aus finanzschwachen Familien verteilt.

„In der Praxis sieht es so aus, dass unsere Gesellschaft die Schulranzen zu einem vergünstigten Preis direkt vom Hersteller bezieht und diese dann über die Kindergärten anonym an die Eltern übergeben werden“, erklären die Ideengeber Höfelmeyer und Behrendt. Die Eltern wiederum übergeben ihren Kindern den Tornister. „So haben die Kinder das Gefühl, dass es ein direktes Geschenk von ihren Eltern ist.“ Ein wertiger Tornister mit allen notwendigen Materialien kosten zwischen 200 und 250 Euro. „Ein Betrag, der für finanziell schwachgestellte Familien nur schwer oder sogar gar nicht tragbar ist“, bedauert Klaus J. Behrendt. Die Schulranzen von „Wir starten gleich!“ gleichen dabei denen, die im normalen Handel erhältlich sind – kein Logo oder Emblem deutet auf die tatsächliche Herkunft der Schulausrüstung hin. Darüber hinaus wird der Tornister in einigen Städten jeweils mit zusätzlichem Material wie Scheren, Malkasten, Hefte etc. bestückt – dank der großzügigen Unterstützung von Gewerbetreibenden vor Ort.

Dass nun auch Kinder in Berlin von der Projektidee profitieren, ist dem Berliner Unternehmer Manfred Heilmann und seinen Freunden Fred Müller, Thomas Scherz und André Potetjuschny zu verdanken. Heilmann hat „Wir starten gleich!“ von Beginn an in seiner Heimatstadt Osnabrück begleitet und unterstützt. „Im Zuge unseres 25-jährigen Firmenjubiläums ist der Wunsch gewachsen, uns noch intensiver gemeinnützig zu engagieren“, betont er. Daher werde er nun, gemeinsam mit seinen drei Mitstreitern, das Projekt für den Großraum Berlin aktivieren und um entsprechende Spenden werben.

Der offizielle Startschuss für das ambitionierte Projekt in der Bundeshauptstadt findet am Donnerstag, den 22. März, um 19 Uhr im Möbelzentrum stilwerk (Kantstraße 17, in Berlin) statt. Neben den Berliner Projektbeteiligten wird auch Schirmherr Klaus J. Behrendt vor Ort sein und über die Entstehung und die künftigen Pläne von „Wir starten gleich!“ berichten.